Ein Ballenzeh ist eine fortschreitende Erkrankung. Sie äußert sich darin, dass der große Zeh im Großzehengrundgelenk gemeinsam mit dem angrenzenden Mittelfuß langsam, aber stetig zum äußeren Fußrand gedrückt wird. Im Laufe der Jahre knickt der große Zeh immer weiter zur Kleinzehenseite hin ab. An der Fußinnenseite entsteht der typische vorstehende Ballen.
Durch Schuhdruck und die dauerhafte Fehlbelastung wird im Bereich des Ballens noch zusätzliches Knochenmaterial gebildet, was den Ballen weiter anschwellen lässt. Die Haut ist in diesem Bereich häufig verhornt, chronisch gereizt und neigt zu Schwielen- und Blasenbildung sowie zu Entzündungen. Das wiederum führt zu Schmerzen beim Gehen und Stehen.
Der Ballenzeh entwickelt sich meist doppelseitig in Folge einer Spreizfußentwicklung, die u. a. durch das Tragen von zu engem Schuhwerk verursacht wird. Frauen sind dadurch häufiger betroffen als Männer.
Wer an einem Ballenzeh leidet, versucht oft, die Beschwerden durch eine Schonhaltung beim Stehen bzw. Gehen zu reduzieren, wodurch nicht selten andere Probleme wie Verspannungen der Rücken- und Beinmuskulatur entstehen oder verstärkt werden. Erschwerend kommt häufig noch die typische und meist auch schmerzhafte Schwielenbildung an der Fußsohle hinzu.