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Herpes (Lippenherpes) in der Schwangerschaft

Herpesbläßchen

Deckt diskret ab, reduziert das Ansteckungsrisiko, fördert die Wundheilung und lässt sich überschminken.

Herpes (Lippenherpes) in der Schwangerschaft

Alle wichtigen Informationen für Mutter und Kind

Trägst du den Herpesvirus (Herpes Simplex Labialis) bereits in dir, erhöht sich in der Schwangerschaft durch dein leicht geschwächtes Immunsystem die Wahrscheinlichkeit, dass du einen Lippenherpesausbruch bekommst. Was das für dich und dein Baby vor und nach der Geburt bedeutet, erfährst du hier.

Kann sich mein Baby im Bauch mit Herpes anstecken?

Viele Schwangere haben die Sorge, dass sie ihr Ungeborenes mit ihrer Herpesinfektion anstecken könnten. Du kannst hier ganz beruhigt sein: Es besteht keine Gefahr, dass sich der Virus im Bauch auf den Fötus überträgt, denn Herpes wird durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. In der Schwangerschaft behandelst du also deinen Lippenherpes ganz wie gewohnt. Mehr erfährst du unter „Was hilft gegen Herpes?“.

Ansteckungsgefahr nach der Geburt​

Auch wenn während der Schwangerschaft keine Gefahr besteht, kann nach der Geburt das Herpesvirus, genau wie auf Erwachsene, übertragen werden. Da das Immunsystem eines Neugeborenen noch nicht richtig ausgebildet ist, erhöht sich zusätzlich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.

Ist Lippenherpes für mein Baby gefährlich?

Babys und Kleinkinder erkunden ihre Umgebung anfangs hauptsächlich über den Mund. Deshalb ist für sie ein Lippenherpes, aber auch ein Ausbruch an der Nase besonders unangenehm.

Gefährlich ist der Herpesvirus aber vor allem in den ersten sechs Lebenswochen. Der Herpes kann sich auf innere Organe und sogar das Gehirn ausbreiten und so lebensbedrohliche Infektionen wie eine Hirnhautentzündung hervorrufen.

Wie erkenne ich Lippenherpes bei meinem Baby?

Wenn du unter Lippenherpes leidest und dein Baby Symptome wie Bläschen an und in Mund, Auge oder Nase bekommt, solltest du sofort einen Kinderarzt konsultieren. Neugeborene, die sich angesteckt haben, können aber auch plötzlich sehr schlapp sein, bekommen häufig einen fahlen Teint und trinken nicht mehr richtig. Auch wenn du keine Herpesbläschen siehst, such in solch einem Fall bitte ebenfalls umgehend deinen Kinderarzt auf.  

Wie minimiere ich die Ansteckungsgefahr? – 5 Tipps

  1. Küssen verboten – auch wenn es schwerfällt

  2. Bei Babys Schnuller und Trinkfläschchen nicht in den Mund nehmen, bei Kleinkindern die gemeinsame Nutzung von Besteck, Gläsern oder Zahnbürsten vermeiden

  3. Benutze bei engem Kontakt, zum Beispiel beim Stillen oder Kuscheln, einen Mundschutz (aus der Apotheke)

  4. Wasch dir regelmäßig gründlich deine Hände

  5. Ein Herpesbläschen Patch (Herpespflaster) überdeckt das Herpesbläschen – so wirkt es wie ein Viren-Schutz-Schild und das Ansteckungsrisiko aus der Wunde heraus wird reduziert